eine interessante Frage!

Vor kurzem hielt ich einen Kurzvortrag im Themenbereich »Netzwerke bilden« zum Bereich Leadership und Menschlichkeit.

Kernkompetenzen, welche der moderne, nachhaltig erfolgreiche Menschenführer mitbringt sowie ihren Wurzeln in der Sozialkompetenz.

Nach Ende kamen zwei Männer, Anfang / Mitte 20, auf mich zu und stellten folgende Frage:

 »Warum zeigen sich Kompetenzen jetzt bzw. werde erst jetzt erkannt; der Mensch hat sich doch nicht geändert?

Berechtigt und gut ist diese Frage. Bestimmt hat unsere Genetik in den letzten 5000 Jahren keinen wesentlichen Wandel erfahren; Einstellungen, Kulturen und Erkenntnis schon. Was passiert da eigentlich in Bezug auf Wissen? Es wird etwas bekannt, ausprobiert, verfeinert und von vorne beginnt das Karussell. Das nennt sich manches Mal Fortschritt. Es gibt im Bereich des menschlichen Miteinanders Dinge, welche in der Vergangenheit Standards, neuzeitlich aber übersehen bzw. ignoriert werden.

In den letzten 60 Jahren galt in unseren Breiten meist, Neues ist besser als Bestehendes. Vermeintlich idealere Lösungen mussten her; in der Automation, Informationstechnologie oder Medizintechnik gemeinhin sinnvoll. In Vergessenheit gerieten, lang bewährte Verhaltensweisen, welche Erfolge über Jahrtausende belegen könnten. Das ließ sich natürlich schlecht verkaufen. Also entfremden und mit andersartiger Verpackung als Non-Plus-Ultra-Innovation verkauft.

In Phasen von ROI (Return of Invest), Burn- oder Bore Out & Statistiken des Wahnsinns der Überbelastung wird es Zeit zur Besinnung.

Nachdenken bedeutet in keinster Weise weniger Leistung; meist sogar das Gegenteil. Null esoterisches Gehabe, simple frühere Regeln anwenden; eventuell mit wissenschaftlichem Knowhow des »Warums«. Das beruhigt die verkopften Nerds in, für sie falschen, HR-Positionen. Auch die Gerichtsbarkeit des Alten Testamentes muss dazu nicht beschworen werden. Einfach die persönliche Wahrnehmung trainieren, emotionale Intelligenz nutzen; dann sollte es klappen. »Be the change you want to see» bringt es im eigenen Umfeld ins Laufen. Widerstände und Hindernisse tauchen, insbesondere in Form von Betonköpfen und Machtmenschen, auf.

Keine Angst; diese neue, alte Art miteinander umzugehen, ist durch die Jahrtausende erfolgreich. Es gilt, sie nur wieder zu leben.

Wie fange ich das an?

In kleinen, gleichmäßigen Aktionen, wie bei jeder Veränderung. Die Grundregeln bleiben gleich, Situation bzw. Etappenziele bestimmen die Feinheiten. Mut gehört auch zu Verhaltensänderungen; wird aber, begleitet durch Konsequenz, einfacher.

Immer einen Schritt mehr als geplant, soweit sinnvoll bzw. weniger wenn hilfreich. Da es eine sehr persönliche Sache ist, obliegt es dem Wanderer die geeignete Geschwindigkeit zu finden. Es ist eh sein Weg und jeder Erfolgreiche wurde es nur, nachdem er den eigenen »Flow« fand.

Wann gehst Du los?

 

 

Geht es so oder anders?!

Lieber den Podcast hören, dann hier lang.

So geht es, meinte die Probandin. Nein, keine Gender-Bezeichnungsabsicht; es könnte auch ein Er sein.

Sie las viel, sprach mit Menschen über deren Weg; und los ging es in das Versagen. Wenig beabsichtigt aber unbewusst zielstrebig; deshalb scheitern 96% aller, welche versuchen anderer Leute Pfade zu kopieren. Bevor Du Dich für das Losgehen entscheidest, mache Dir bewusst, dass Du einzigartig bist.

Dies bedeutet ausdrücklich, nicht »einzig« auf der Welt und »artig« zu sein. Vielmehr behindern solche Interpretationen notwendige Entwicklungen. Soweit Du Biographien von, wirklich erfolgreichen, Menschen studierst, kannst Du es auf Folgendes reduzieren; alle waren bzw. sind teamorientierte Regelbrecher.

Bewertest Du den Status Quo nicht, brichst keine Regel, lebten wir heute noch auf einer Scheibe oder Jurassic Park wäre ausschließlich mit Puppen gedreht worden. Hey; es ist ein Globus und CGI ist zu einem Standard geworden.

Positionsbestimmung ist eigene Wahrnehmung und bedarf einer persönlichen Nulllinie. Vor dort startest Du auf einem individuellen Weg, für welchen es einen sehr intimen Preis zu zahlen gilt. Dein Umfeld kommt ins Spiel, soweit es um Knowhow-Beschaffung bzw. Hilfestellungen geht.

Mit der häufigste Grund, warum viele Projekte scheitern, liegt an der Weigerung Hilfe anzunehmen bzw. Fragen zu stellen. Ziel ist kein egozentrisches Lebensmodell, sondern die Realität nicht alles zu beherrschen. An gewissen Punkten stellt sich Kontrollverlust ein, da Du Menschen kennst, welche etwas besser, leichter können und es für Dich gerne erledigen.

Deshalb gehören Vertrauen / Miteinander zur erfolgreichen Umsetzung von Zielen.

Artig sein bedeutet Normen zu befolgen, die irgendwann für irgendwen, irgendwer aus irgendeinem Grund aufstellte.

Nehmen wir den aktuellen Fall der Brittany Maynard. Die 29-jährige, tödlich krebserkrankte, junge Frau, entschied gezielt zu sterben. Die Alternative, ein kurzes Restlebensereignis mit Tumor, welcher langsam das Gehirn zerfrisst. Ein heftiger Aufschrei der normierten Lebensmodell-Community folgte. Brittany brach eine Regel für eine sehr persönliche Entscheidung und half sich durch ihren Mut, mit einer für sie richtigen, Lösung; final und bewusst.

Ein gravierendes, absolut menschliches Beispiel für Wahlfreiheit; in Bezug auf »artig« und »funktionieren« bedenkenswert, wie einfach und unbedeutend viele Problemstellungen sind. Nicht zu entscheiden bedeutet aber auch, bereits entschieden zu haben.

Fange an Dir aufzuschreiben, »Wie es gehen kann«; ein wertvoller erster Schritt mit persönlicher Bedarfsfeststellung sowie weniger Hinterherlaufen. Wie heißt dieser platte Spruch? Wer anderen hinterherläuft, schaut nur auf Ärsche vor sich!? Achte auf Dich und starte einfach mit einem ersten Schritt!

Achim Mette